Leistungsbeschreibung
Das Ärzte- und Pflegeteam der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin ist zuständig für die Durchführung von Narkosen bei Operationen und diagnostischen Eingriffen, für die Behandlung von Schmerzzuständen nach Operationen und für die Versorgung schwerstkranker Patienten auf der Intensivstation.
Die vier Operationssäle des zentralen Operationstraktes und der Augen-Operationssaal sind nach dem technisch neuesten Stand ausgestattet. Hier werden jährlich rund 5000 Narkosen durchgeführt. Eingriffe aller operativen Abteilungen unseres Hauses (Chirurgie, Gynäkologie, Neurochirurgie, Orthopädie, HNO, Augenheilkunde) werden von uns anästhesiologisch betreut. Zur Anwendung kommen alle gängigen und modernen Verfahren der Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) und der Regionalanästhesie (Teilnarkose).
Das für den Patienten individuell sicherste
Narkoseverfahren wird in der Regel am Vortag besprochen. Der Narkosearzt
erläutert Ihnen hierbei in einem ausführlichen Gespräch auf der Station
oder in der Anästhesie-Ambulanz (1. Obergeschoss) das für Sie geeignete
Narkoseverfahren und den Ablauf der anästhesiologischen Versorgung.
Nicht immer ist eine Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) notwendig.
Zahlreiche Operationen können auch in einer Teilnarkose durchgeführt
werden. Schmerzfreiheit wird hierbei durch die Betäubung einzelner
Nerven bzw. Nervengeflechte erzielt (Regionalanästhesie).
Bitte beachten Sie die Anweisungen, die Ihnen der
Narkosearzt in dem Gespräch am Vortag vor der Operation oder in unserer
Anästhesieambulanz gibt. Sie dienen Ihrer Sicherheit. So dürfen Sie
sechs Stunden vor einer geplanten Narkose nichts mehr essen. Bis zwei
Stunden vor der Narkose dürfen Sie in der Regel noch klare Flüssigkeit
(Tee, Mineralwasser) trinken. Das Rauchen sollten Sie spätestens am
Abend vor der Narkose einstellen.
Besonderen Wert legen wir darauf, möglichst
schonende Narkoseverfahren anzuwenden und Schmerzen nach Operationen
effektiv zu behandeln, so dass Sie sich nach der Narkose schnell wieder
erholen. Hierzu trägt auch die wirksame Schmerztherapie über
Medikamentenpumpen oder die Schmerzausschaltung durch Nervenblockaden
bei. Übelkeit und Erbrechen sind nach Narkosen selten geworden. Es
werden von uns alle Anstrengungen unternommen, dass Sie sich nach einer
Operation rasch wieder wohl fühlen.
Durch den Einsatz moderner, sehr gut verträglicher
Narkosemittel sind zahlreiche kleine Eingriffe auch ambulant
durchführbar. Viele Patienten können nach kleineren Operationen bereits
am Operationstag wieder nach Hause gehen.
Um Ihnen unnötige Wege und Zeiten zu ersparen, möchten wir Ihnen die folgenden Hinweise geben:
Bitte bleiben Sie am Nachmittag vor der geplanten
Operation möglichst auf Ihrem Zimmer, bis das Aufklärungsgespräch mit
dem Narkosearzt und mit dem Operateur erfolgt ist.
Bitte beachten Sie, dass wir unsere
Anästhesie-Ambulanz im 1. Obergeschoss erst ab 15:00 Uhr für Sie öffnen
können. Im Rahmen Ihres vorstationären Aufenthaltes oder bei ambulanter
Vorstellung lassen Sie bitte durch die operierende Fachambulanz eine
Terminvereinbarung für die Anästhesie-Ambulanz (täglich von 15:00 Uhr
bis 16:00 Uhr) vornehmen. Unser Sekretariat ist in der Zeit von 10:00
Uhr bis 14:30 Uhr telefonisch unter (0 26 31) 98 17 11 erreichbar).
Auf unserer 12 Betten umfassende Intensivstation werden jährlich rund 800 Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen behandelt. Unser Tätigkeitsgebiet erstreckt sich hierbei von der Überwachung und Betreuung nach großen chirurgischen Eingriffen (z. B. nach Lungenchirurgie, Bauchchirurgie) über die Behandlung des akuten Herzinfarktes bis hin zur Therapie des schweren akuten Lungen- oder Nierenversagens. Neben sieben Mikroprozessor gesteuerten Beatmungsgeräten stehen zwei leistungsfähige Geräte zur Nierenersatztherapie (Blutwäsche) zur Verfügung. Zur Überwachung von Herz und Kreislauf werden modernste Messtechniken verwendet. Wir nutzen unser spezielles Wissen, um Störungen lebenswichtiger Organfunktionen zu behandeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Diagnose und Behandlung generalisierter Entzündungsreaktionen (Blutvergiftung, Sepsis). Die enge Zusammenarbeit mit allen Disziplinen unseres Hauses und die Kooperation mit der Universitätsklinik Bonn gewährleistet eine Patientenversorgung nach dem neuesten Stand des medizinischen Wissens.
Auch wenn Sie auf der Intensivstation behandelt werden müssen, dürfen Sie selbstverständlich Besuch empfangen. Besuchszeiten und Hinweise für Besucher finden Ihre Angehörigen in einer speziellen Broschüre vor der Intensivstation.
Nicht zuletzt sind wir auch außerhalb des Krankenhauses für Sie im Einsatz. Fachkundige Ärztinnen und Ärzte der Abteilung sind regelmäßig mit dem Notarztwagen vor Ort und helfen bei lebensbedrohlichen Notfällen zu Hause oder bei Unfällen.
Schmerzambulanz
In der Schmerzambulanz der Abteilung werden in Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen des Hauses Patienten mit chronischen Schmerzleiden (Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Tumorschmerzen etc.) behandelt.
Durch gezielte Auswahl und Dosierung von Medikamenten, die Durchführung von Nervenblockaden oder den Einsatz von Pumpensystemen zur Verabreichung von Schmerzmitteln ist eine deutliche Linderung von chronischen Schmerzleiden möglich.



